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Theater aus Leidenschaft
Mit dem Finger am Abzug
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Lieber Komödie: Premiere bei Lore & Lay
Mit dem Finger am Abzug

"Ich weiß nicht, ob du mich amüsierst oder ob du mir auf den Sack gehst!" – "Also meiner Frau gehe ich normalerweise auf den Sack." Das freundliche Gespräch lässt erahnen, dass diese beiden Herren nicht den entspanntesten Umgang miteinander pflegen. Kein Wunder: ist der junge Bankräuber Luc (Aljoscha Riese) doch auf der Flucht vor der Polizei bei dem Schriftsteller Henri (Christian Ramcke) eingebrochen und hat diesen als Geisel genommen. Mit dem Finger am Abzug heißt die Komödie des Franzosen Alain Reynoud-Fourton (2004), die im RBZ am Ravensberg Premiere feiert. Regisseurin Martina Riese vom Lore & Lay Theater hatte das Stück bereits vor einiger Zeit im Archiv liegen. Jetzt ist sie bei der Suche nach einem Stoff für zwei männliche Schauspieler darauf zurückgekommen. "Die Dialoge sind toll. Außerdem ist jede der beiden Figuren gleich wichtig in der Geschichte, da sackt keine gegenüber der anderen ab", erklärt sie. Dazu kommt außerdem: "Ich inszeniere unheimlich gerne Komödien!"
Nicht nur der flüchtige Luc auch sein Gegenüber, der alternde Autor Henri, erlebt in dem Fünfakter nicht unbedingt die beste Zeit seines Lebens. "Eigentlich ist Henri einer, der das Leben von der lockeren Seite nimmt, aber seine Frau hat ihn kürzlich verlassen, auch noch den Hund mitgenommen und außerdem leidet er unter einer Schreibblockade", charakterisiert Darsteller Ramcke seine Figur. Aljoscha Riese, der den Bankräuber gibt, meint zu der Konstellation: "Die beiden machen eine kleine Odyssee miteinander durch. Da sind viele Wendungen in der Geschichte, die es interessant machen, das Ganze zu spielen."
Auch Martina Riese findet die unterschiedlichen Backgrounds der beiden Männer spannend: "Sie kommen aus ganz unterschiedlichen sozialen Milieus." Zwei, die sich durch Zufall über den Weg laufen und gemeinsam in Henris Gartenlaube ausharren müssen. Abgeschnitten von der Außenwelt, weil Henri weder Internet noch Fernsehen hat. Und auch, wenn Martina Riese einige der "ganz sozialkritischen Sachen" aus dem Text gestrichen hat, ist sie doch sicher, dass die Komödie auch von diesem speziellen Gefälle lebt: "Wie die beiden sich allmählich annähern ist das Besondere." Viel schwarzer Humor sei dabei am Werk, so Riese: "Das ist nicht so ein Schenkelklopfer, manchmal bleibt einem das Lachen auch im Halse stecken."

Von
Beate Jänicke, Kieler Nachrichten vom 22.10.2015

Chistian Ramcke versucht als Schriftsteller Henri seine Situation am Telefon zu retten, weiß aber noch nicht, was ihm alles bevorsteht. Foto: Josephine Hamann

Autor: Alain Reynoud-Fourton
Übersetzung und deutsche Bearbeitung: Manfred Langner
Regie und Spielleitung: Martina Riese
Dramaturgie: Daniela Gerasch
Bühnenbild: Martina Riese
Licht-Design: Martin Witzel – Theater Kiel: Opernhaus
Technische Leitung: Maiken van Hoogstraaten
Bildmaterial: Josephine Hamann

Für die Aufführungsrechte danken wir der:
Hartmann & Stauffacher GmbH,
Verlag für Bühne, Film, Funk und Fernsehen
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"Echte Tiefe gewinnt der Abend immer dann, wenn sich die zunächst Lichtjahre voneinander entfernt scheinenden Protagonisten langsam aufeinander zu bewegen. Regisseurin Martina Riese weiß das und findet in ihrer von einer feinen Dialog-Regie geprägten Inszenierung das rechte Maß zwischen komödiantischen Spielereien und behutsam angeschlagenen Untertönen. Damit verleiht sie dem schrägen Gespann klare, nachvollziehbare Konturen.", schreibt die Kieler Nachrichten. Foto: Josephine Hamann


Die Presse schreibt dazu:
Drolliges Dream-Team der Blindgänger

Kiel. Es gibt sie immer wieder, diese Geschichten, die mehr sind als sie scheinen. Ein prima Beispiel dafür bot die fasziniert verfolgte Premiere der Kriminal-Komödie Mit dem Finger am Abzug, die das Lore & Lay Theater am Freitag im RBZ Wirtschaft präsentierte.
Der Plot an sich ist blitzschnell erzählt. Nach einem gescheiterten Banküberfall versteckt sich der zwar nicht vom Glück, sehr wohl aber von der Polizei verfolgte Ganove Luc im abgelegenen Gartenhaus des kauzigen Schriftstellers Henri. Dem geht's auch nicht gerade blendend. Denn der in einer Schreibblockade feststeckende Autor ist soeben von seiner Frau und – schlimmer noch – von seinem geliebten Hund verlassen worden. So ist er vom Einbruch in sein einsames Refugium aus nachvollziehbaren Gründen wenig erbaut. Auch seine Rolle als Lucs' Geisel behagt im nicht besonders.
Da steht es nun, das drollige Dream-Team der Blindgänger. Scheinbar unüberwindbar getrennt durch Herkunft, Bildung und Lebensweg und doch untrennbar verbunden in einer Extremsituation, formal definiert durch die wackeligen vier Wände des Gartenhauses, in denen es weder Internet noch Fernsehen gibt. Die so simple wie amüsante und sicher nicht Klischee-freie Grundidee des Stücks vom französischen Autor Alain Reynoud-Fourton lebt zu einem großen Teil von den überaus unterhaltsamen Nickeligkeiten, mit denen sich Henri und Luc gehörig auf den Nerv gehen.
Echte Tiefe gewinnt der Abend aber immer dann, wenn sich die zunächst Lichtjahre voneinander entfernt scheinenden Protagonisten langsam aufeinander zu bewegen. Regisseurin Martina Riese weiß das und findet in ihrer von einer feinen Dialog-Regie geprägten Inszenierung das rechte Maß zwischen komödiantischen Spielereien und behutsam angeschlagenen Untertönen. Damit verleiht sie dem schrägen Gespann klare, nachvollziehbare Konturen. Und weil es den Schauspielern Christian Ramcke als intellektuelle Nervensäge Henri und Aljoscha Riese als nur scheinbar schwerer Junge mühelos gelingt, eben jene Verwundbarkeit und Unsicherheit aber auch die Wünsche und Träume hinter der plakativen Fassade ihrer Figuren sichtbar zu machen, bleibt der Abend bis zum überraschenden Finale witzig und spannend zugleich.

Von Thomas Richter, Kieler Nachrichten vom 26.10.2015

Ungleiches Paar findet in Mit dem Finger am Abzug zueinander: Christian Ramcke als Schriftsteller Henri und Gangster Luc, gespielt von Aljoscha Riese. Scheinbar unüberwindbar getrennt durch Herkunft, Bildung und Lebensweg und doch untrennbar verbunden in einer Extremsituation, in den wackeligen vier Wänden des Gartenhauses, in denen es weder Internet noch Fernsehen gibt.
Foto: Josephine Hamann

Repertoire und die Produktionen im Rückblick
Die Frau seines Lebens Mit dem Finger am Abzug Männer, Frauen, Katastrophen Dinner for One – Wie alles begann
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