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Mörderkarussell
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Krimikomödie
Trio Fatale im Doppelbett

Kurz vor Silvester, in einem Hotel irgendwo in Amerika. Drei Akte, drei Schauspieler, drei Mordfälle. Genauer: drei Fallen. Martina Riese (Ehefrau Arlene Miller), Christian Ramcke (Zahnarzt Dr. Mitchell Lovell) und Ron Matz (Ehemann Paul Miller), sorgen in dieser Kriminalkomödie für allerhand mörderische Verwicklungen, eine ordentliche Portion Humor und viel Wortwitz. Uraufgeführt wurde dieses höchst unterhaltsame Stück als Murder at the Howard Johnsons's am 17. Mai 1979 im Golden Theater in New York City.
Es erweist sich allerdings als überaus kompliziert, den gemeinsam ausgeklügelten Mord- plan dann auch praktisch umzusetzen und bis zum bitteren Ende zu bringen. Plötzlich wird der Zuschauer mit neuen Varianten und anderen Konstellationen überrascht. Wer am Ende auf der Strecke bleibt, konnte man im Kieler Wasserturm erleben.

Autoren: Sam Bobrick und Ron Clark
Übersetzung und deutsche Bearbeitung: Hagen Horst
Regie: Daniela Gerasch
Bühnenbild: Daniela Gerasch
Dramaturgie und Ausstattung: Martina Riese
Spielleitung: Martina Riese
Bühnenbau: Jörn Knaack, Georg Wawerla – Studio 38
Tontechnik: Josephine M. L. Hamann
Licht-Design: Martin Witzel – Theater Kiel: Opernhaus
Technische Leitung: Maiken van Hoogstraaten
Bildmaterial: Bevis M. Nickel

Für die Aufführungsrechte danken wir:
Ahn & Simrock Bühnen- und Musikverlag GmbH

Unerwartete, dramatische Wendungen überraschen den Zuschauer in der dieser Produktion des Lore & Lay Theaters.


Bei den Proben im Wasserturm arbeiten Ron Matz, Christian Ramcke und Martina Riese an den Szenen der neuen Krimikomödie. Unter der Regie von Daniela Gerasch wird in den fast 40 mehrstündigen Proben jede Szene mit Akribie umgesetzt, solange, bis jedes Detail genau stimmt. Fotos: Bevis M. Nickel.


Die Presse schreibt dazu:
Amouröse Verstrickungen

Kiel – "Wenn ich dich nur nicht so lieben würde! Aber was von jetzt an geschieht, ist allein deine Schuld, Paul! Wir bringen dich jetzt um!", erklärt Arlene Miller stotternd, aber mit entschlossener Miene ihrem Ehemann, weil er ihrem außerehelichen Vergnügen ein Dorn im Auge ist. Was tun? Natürlich! Paul mit Hilfe ihres Geliebten Dr. Mitchell Lovell erschießen.
In der Krimi-Komödie Mörderkarussell von Sam Bobrick und Ron Clark, die am Freitag im Lore & Lay Theater im Wasserturm Ravensberg Premiere feierte, geht es im Gros um Liebe in einer Dreiecksbeziehung. Jeder der drei Akte bringt eine neue Paarung hervor, die getreu dem Motto "Drei sind einer zuviel" erschießen, erhängen, ertränken will. Doch stets machen Missverständnisse, ungewollte Planänderungen oder schlicht und ergreifend die Moral den Mörder Duos Probleme. Bereits Mitte des zweiten Aktes sind Struktur und weiteres Geschehen auf der Bühne durchschaut, so dass das Stück der Spannung beraubt ist und die Komik es in den dritten Akt wuchten muss. Die drei Schauspieler harmonieren und können mit Witz, toller Mimik und Gestik sowie offensichtlicher Spielfreude diese Leerstelle füllen.
Paul und Arlene Miller, gespielt von Ron Matz und Martina Riese, als auch der Geliebte Dr. Lovell (Christian Ramcke) stellen drei Stereotypen im klischeehaften Ehealltag dar: der einfälltige Ehemann, die von Midlife-Crisis geschüttelte Ehefrau und der versnobte Zahnarzt als Herzbube. Die Darsteller beleben ihre Figuren, so dass Mörderkarussell sich von der Durchschaubarkeit befreien kann und zu einem amüsanten, raffinierten Theaterstück wird, das durchaus Überraschungen birgt. Mit Ron Matz ist ausserdem ein aus Fernsehproduktionen wie Tatort und Großstadtrevier bekannter Schauspieler an Bord."

Von Denise Carstensen, Kieler Nachrichten vom 09.11.2009.

Arlene Miller (Martina Riese) und ihr Liebhaber Dr. Mitchell Lovell (Christian Ramcke) tanzen, während Arlenes Ehemann (Ron Matz) gefesselt zuschauen muss. Foto: Bevis M. Nickel

Jede Menge mörderische Fallstricke

Kiel – Arlene ist verheiratet mit Paul und hat ein Verhältnis mit Mitchell, dem Zahnarzt des Paares. Paul ist damit irgendwie überflüssig und da Arlene glaubt, dass er sie viel zu sehr liebt, beschließt sie, ihn auf andere Weise zu entsorgen. Mörderkarussell heißt die turbulente Krimikomödie von Sam Bobrick und Ron Clark, uraufgeführt 1979 in New York. Morgen feiert das Lore und Lay Theater seine Premiere im Wasserturm Ravensberg, dessen Bühne wieder vom Beleuchtungsmeister des Kieler Opernhauses, Martin Witzel, ins rechte Licht gesetzt wird.
Daniela Gerasch, die hier im Vorjahr bereits Neil Simons Der letzte der feurigen Liebhaber inszeniert hat, führt Regie in der Dreiecksgeschichte, die sich kurz vor dem Jahreswechsel in einem Hotelzimmer zuträgt. "Frei nach dem Motto: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt, steht im Verlauf des Dreiakters irgendwann jeder der drei Beteiligten auf der Abschussliste." Da sich die Umsetzung der jeweiligen Mordpläne als äußerst knifflig erweist, ergeben sich immer neue Komplott-Konstellationen und am Ende darf man gespannt sein, wer auf der Strecke bleibt. "Das Stück lebt von einem spannenden Beziehungsgefüge und einem schönen Wortwitz bis hin zum Slapstick", so die Regisseurin, die nach ihrem Studium in Leipzig als Dramaturgin arbeitete, bevor sie ihrem Mann nach Kiel folgte: "Es gibt sehr viel Aktion und Tempo auf der Bühne, und diese Lebendigkeit kommt dem Zuschauer zugute."
Sieht man einmal von der mörderischen Fallstricken ab, die im fliegenden Wechsel von Arlene, Paul und Mitchell gelegt werden, ist Mörderkarussell eigentlich eine Geschichte über die Irrungen und Wirrungen der Liebe. "Ursprünglich wollte ich einen richtigen Krimi", erzählt Martina Riese. "Aber da braucht man auch noch eine Leiche und einen Inspektor. Ich bin froh, dass wir in diesem Stück mit drei Personen auskommen." Riese spielt als Arlene eine "anfangs etwas naive, gelangweilte und vernachlässigte Hausfrau, die sich einen Geliebten zulegt". Eine ganz normale Frau also. "Mit der Zeit entwickelt sie den Hang zum Biestigen."
Das Böse lauert auch in Arlenes Männern. Christian Ramcke etwa, der zuletzt im Lore & Lay Theater Sommertheater als Allan Felix in Mach's noch einmal, Sam auf der Bühne stand, ist als Mitchell "ein Schnösel mit Gefühlen, verletzlich und verletzend, arrogant und sadistisch – kurz: alles was Spaß macht am Fiessein". Mit Ron Matz konnte für die Rolle des Paul ein Berufschauspieler aus Hamburg engagiert werden. Der ehemalige Profi-Bodybuilder, der lange in den USA gelebt und hier Anfang der 80er seine Schauspielausbildung im Le-Strasberg-Studio gemacht hat, kam Mitte der 90er nach Deutschland zurück, wo er seitdem als Schauspieler, Sprecher und Musiker arbeitet. "In Film und Fernsehen werde ich gern als klassischer Schurke besetzt", so Matz. "Da ist es besonders reitzvoll, hier den vermeint- lich biederen Ehemann mit den klassischen Wertvorstellungen zu spielen."

Von Sabine Tholund, Kieler Nachrichten vom 05.11.2009.

Wollen sich in einem Hotelzimmer gegenseitig ans Leder – Humor und Spannung garantiert (Christian Ramcke, Ron Matz und Martina Riese, v.l.). Foto: Bevis M. Nickel

Boulevard mit Anspruch

Kiel – Ein Ehepaar, dass sich Nichts mehr zu sagen hat, ein junger Geliebter und ein Mordkomplott: So beginnen die Verwicklungen des Mördekarussell der amerikanischen Autoren Sam Bobrick und Ron Clark, das ab 6. November auf der Bühne des Lore und Lay Theaters im Wasserturm Ravensberg zu sehen ist. Daniela Gerasch inszeniert die Krimikomödie mit Martina Riese, Christian Ramcke und Ron Matz in den Hauptrollen
"Ich wollte gerne einen Krimi aufführen, aber dafür braucht man viel Perso- nal", sagt Martina Riese. "So fiel die Wahl auf diese Boulevardkomödie mit Anspruch." In ihrer zweiten Regiearbeit für Lore & Lay setzt Gerasch auf Situationskomik und Wortwitz. "Auf der Bühne passiert sehr viel, weil sich die Konstellationen ständig ändern", sagt Gerasch. "Mich reitzt es, wenn eine Situation umkippt und die Figuren reagieren müssen."
Die Figuren, das sind Arlene und Paul Miller, ein Gebrauchtwagenhändler, sowie der Zahnarzt Dr. Mitchell Lovell. "Arlene scheint am Anfang als vernachlässigte Hausfrau, die aus Langeweile eine Affäre mit den Zahnarzt beginnt", sagt Martina Riese. "Aber in Wahrheit ist sie ein Luder."
Christian Ramcke beschreibt den Zahnarzt als "Schnösel mit echten Gefühlen", "Er wirkt arrogant, ist aber verletzlich – und verletzend." Ramcke findet den Part auch deshalb so spannend, weil er so ganz anders ist als Allen Felix, den er zuletzt in Spiel's nochmal, Sam verköperte.
Ähnlich geht es Ron Matz, der zum ersten Mal am Lore & Lay Theater spielt. "Normalerweise werde ich gern als Bösewicht besetzt", sagt der ehemalige Bodybuilder, der am Lee-Strasberg-College in Los Angeles ausgebildet wurde. "Es ist reizvoll, mal einen biederen Ehemann mit klassischen Wertvorstellungen zu spielen." Matz erfuhr von der Rolle über eine Ausschreibung: "Ich hatte in Kiel keinen geeigneten Schauspieler gefunden, die waren alle beschäftigt", erklärt Martina Riese. Also habe ich zum ersten Mal eine Rolle ausgechrieben – mit Erfolg.
In einem Hotelzimmer treffen die drei Figuren aufeinander und schmieden ihre Mordpläne. Die Zuschauer dürfen sich auf Überraschungen gefasst machen, kündigt Gerasch an: "Jeder Charakter hat seine Abgründe".


Von Eva-Maria Karpf, Kieler Express vom 31.10.2009.

Beim Mörderkarussell des Lore & Lay Theaters planen Ehefrau, Geliebter und Gatte sich gegenseitig umzulegen – Hindernisse und Angriff auf die Lachmuskulatur garantiert. Foto: Martin Witzel

Repertoire und die Produktionen im Rückblick
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Morde deinen Nächsten Schnüffler, Sex schöne Frauen Mörderkarussell Spiel's nochmal, Sam
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