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Theater aus Leidenschaft
Der letzte der feurigen Liebhaber
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Gesellschaftskomödie
Der letzte der feurigen Liebhaber

Barney Silberman, gespielt von Michael Kulik, ist Besitzer eines Fischrestaurants und hat damit ein kleines Problem. Er riecht ein wenig an den Fingern. Er hat noch ein Problem: Er ist bereits seit über 20 Jahren mit der selben Frau verheiratet und geht auf die Fünfzig zu.
Und endlich will der brave Eheknochen den Seitensprung wagen. Zwei Stunden in der Woche kann er heimlich die Wohnung seiner Mutter als Absteige benutzen, was mehr Schwierigkeiten aufwirft, als man zunächst annimmt. Hier erwartet Barney Silberman Frauen, die er in seinem Restaurant kennenlernt. Da stehen die Schönheiten, alle gespielt von Martina Riese, vor der Tür und bald im Zimmer. Jede dieser cleveren Damen wird Barney mit einem speziellen und absonderlichen Tick beglücken. Dreimal macht er einen Anlauf und viermal fällt er auf die Nase.
Nach der gefeierten Premiere im ausverkauften Wasserturm und vielen Vorstellungen, wurde diese furiose, mit Witz, Slapstick, Charme, brillanten Dialogen, verrückten Situationen und auf höchstem Niveau geschaffene Komödie wegen der großen Nachfrage wieder aufgenommen und noch oft im Kieler Kulturdenkmal am Ravensberg gezeigt.
Der berühmte Broadway-Autor Neil Simon, Jahrgang 1927, stammt aus Brooklyn und lebt auch heute noch in New York. Er begann schon früh Drehbücher und Sketche für Bühnenshows zu schreiben. Seit seinem ersten Theatererfolg 1961 schrieb er zahlreiche Gesellschaftskomödien, die später in Starbesetzungen verfilmt wurden, darunter: Hotelgeflüster und Barfuß im Park.

Wagt in Der letzte der feurigen Liebhaber nach dreiundzwanzig Ehejahren endlich den Seitensprung mit seinen Kundinnen: der brave Eheknochen Barney Silbermann. Dreimal macht er einen Anlauf und lädt Frauen, die er in seinem Restaurant kennenlernt, zum Schäferstündchen in die Wohnung seiner Mutter ein und fällt dabei viermal auf die Nase. Foto: Bevis M. Nickel

Autor: Neil Simon
Übersetzung und deutsche Bearbeitung: Willy H. Thiem
Regie und Dramaturgie: Daniela Gerasch
Spielleitung: Martina Riese
Bühnenbild: Rainer Kühn – Theater Kiel: Opernhaus
Bühnenbau: Jörn Knaack, Georg Wawerla – Studio 38
Licht-Design: Maiken van Hoogstraaten
Soundengeneering/Hemisphärenakustik: Jörn Knaack
Technische Leitung: Maiken van Hoogstraaten
Bildmaterial: Bevis M. Nickel

Für die Aufführungsrechte danken wir der Deutschen Theaterverlag GmbH

"Eine Boulevardkomödie mit Tiefgang. Mit seinem wunderbaren Wortwitz passt es sehr gut zu unserem Theater", sagt Martina Riese. "Ich hatte es schon lange im Sinn, nur fehlte mir bisher immer der richtige Barney. Den habe ich jetzt in Michael Kulik gefunden." Den Gegenpart in Gestalt aller drei Möchtegern-Geliebten gibt Martina Riese. Eine Herausforderung, zugeschnitten auf Rieses besondere Wandlungsfähigkeit, meint Regisseurin Daniela Gerasch. "Martina spielt drei vollkommen verschiedene Frauentypen. Das ist sehr reizvoll und eine große Leistung, weil man ihnen ganz unterschiedliche Faetten verleihen muss." Foto: Bevis M. Nickel


Die Presse schreibt dazu:
Vergebliche Ausbruchsversuche

Kiel – Barney Silberman will es noch einmal wissen. Nach 23 treuen Ehejahren möchte der Besitzer eines Fischrestaurants ausbrechen – nur ein einziges Mal. Eine Affäre muss her. Drei Damen lädt er nacheinander in sein geheimes Liebesnest: die Wohnung seiner Mutti. Doch weder mit der selbstbewussten Elaine noch mit der ausgeflippten Bobbi und schon gar nicht mit der depressiven Jeanette läuft es wie geplant im Stück Der letzte der feurigen Liebhaber von Neil Simon.
Der amerikanische Komödienkoloss Simon (Sonny Boys, Ein verrücktes Paar) schrieb das Original The Last Of The Red Hot Lovers im Summer of Love 1967. Es wurde ein Broadway-Erfolg und später verfilmt. Doch nicht der libertinäre Zeitgeist seiner Entstehung mache das Stück so interessant, sondern die zeitlose Grundidee, dass so mancher ins Grübeln gerate, wenn er die 40 überschritten habe, sagt Martina Riese vom Lore & Lay Theater. Im Wasserturm am Ravensberg kommt Der letzte der feurigen Liebhaber jetzt auf die Bühne (Ausstattung: Rainer Kühn). "Die Hälfte des Lebens ist rum und man fragt sich: Was kommt jetzt noch?", so Riese, "Das Stück ist eine Boulevardkomödie mit Tiefgang. Mit seinem wunderbaren Wortwitz passt es sehr gut zu unserem Theater. Ich hatte es schon lange im Sinn, nur fehlte mir bisher immer der richtige Barney. Den habe ich jetzt in Michael Kulik gefunden." Den Gegenpart in Gestalt aller drei Möchtegern-Geliebten gibt Martina Riese.
Eine Herausforderung, zugeschnitten auf Rieses besondere Wandlungsfä- higkeit, meint Regisseurin Daniela Gerasch: "Martina spielt drei vollkommen verschiedene Frauentypen. Das ist sehr reizvoll und eine große Leistung, weil man ihnen nicht nur ein paar Konturen geben, sondern ganz unterschiedliche Facetten verleihen muss." Der Schauspielerin selbst hat es vor allem die Rolle der verklemmten Jeanette angetan: "Die ist am witzigsten, aber auch am schwierigsten, weil ich sie ganz gerade spiele." Den verhinderten Casanova mimt Darsteller Michael Kulik, eine Figur, in die er sich durchaus einfühlen könne, wie er schmunzelt erklärt: "Ich kann ihn gut verstehen. Wenn man ein bestimmtes Alter erreicht hat, fragt man sich schon manchmal: War's das jetzt? Barney ist ein liebenswerter Charakter, der sich aber aufs Glatteis begibt. Das macht ihn so spannend."
"Er ist derjenige, der reift, weil er sich selbst erkennt", so Daniela Gerasch, die mit dem Stück ihre erste eigene Regiearbeit abliefert. Bisher sammelte die Regisseurin in Leipzig Erfahrungen als Dramaturgin an einem Privattheater und in verschiedenen Regieassistenzen. Für das Neil-Simon- Stück setzt sie ganz auf die Handschrift einer klassischen Boulevard- inszenierung: "Das Stück ist präzise, schlagfertig, schnell und dynamisch. Gut gemachte Unterhaltung ist ein schwieriges Handwerk, mit dem man aber auch berühren und auf Situationen hinweisen kann."

Von Beate Jänicke, Kieler Nachrichten vom 29.10.2008.

Barney (Michael Kulik) bestürmt die verklemmte Jeanette (Martina Riese). Foto: Bevis M. Nickel

Westentaschen-Casanova ohne Fortune

Lore & Lay Theater feierte Premiere mit Neil Simons "Der letzte der feurigen Liebhaber.
Kiel – Er hat seine Highschool-Liebe Helma geheiratet, nachdem er sechs Jahre fest mit ihr liiert war. Er hat drei Kinder, ein Haus einen Mercedes und ein Fischrestaurant. In seinem Leben sei alles nett verlaufen, sagt Barney Silbermann. Doch jetzt, mit 47, ist "nett" Ihm nicht mehr genug. Etwas Tolles will er erleben, leidenschaftliche Affären will er haben – und trifft die Objekte seiner Begierde zum Rendezvous ausgerechnet in der Wohnung seiner Mutter. Barney ist Protagonist in der Komödie "Der letzte der feurigen Liebhaber" von Neil Simon. Die Wahl des vermeindlichen Liebesnests ist sein erster Kardinalfehler. Mit keiner der drei Frauen, die er hier nacheinander flach zu legen gedenkt, stimmt die Chemie und am Ende erkennt er, dass seine Helma doch die Beste von allen ist.
So einfach wie pointiert gestrickt ist der Handlungsfaden des Stückes aus der Feder des Broadway-Autors. Zeitlos ist die Problematik, genauso wie die Moral von der vorhersehbaren Geschichte. [...] Michael Kulik macht das Unbehagen des Möchtegern-Schwerenöters spürbar. Seine fahrigen Konversationsversuche laufen unter den bohrenden Blicken der verruchten Elaine ins Leere, dem paranoiden Gesabbel der dauerbekifften Bobby ist er ratlos ausgeliefert. Langweilt er die eine noch mit seiner Speisekartenlyrik, befremdet ihn die nächste mit ihrem Verfolgungswahn. Die Dritte im Bunde schwingt die Moralkeule und lässt Barneys neu erwachtes Casanova- Feeling im Keim ersticken. Während Kuliks Barney eine kaum merkliche Entwicklung vom biederen Ehemann zum Westentaschen-Draufgänger macht, darf Riese ihre Wandlungsfähigkeit beweisen, wenn sie von einem überzeichneten Frauentyp zum nächsten wechselt und dabei den reserviert coolen Tonfall der routinierten Ehebrecherin genauso trifft, wie die Zickigkeit der skrupulösen Moralistin.

Von Sabine Tholund, Kieler Nachrichten vom 03.11.2008.

Barney Silbermann (Michael Kulik) ist dem paranoiden Gesabbel der dauerbekifften Bobby (Martina Riese) ratlos ausgeliefert.
Foto: Bevis M. Nickel

Repertoire und die Produktionen im Rückblick
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