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Männergespräche
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Hier geht's um Frauen
Männergespräche

Eigentlich befindet sich der Schriftsteller Sebastian in einer beneidenswerten Lage. Seine Freundin Melanie wird Programmchefin in einem großen Verlag. Sie ist bereit, ihn nach New York mitzunehmen, komplett zu finanzieren und seine Bücher zu veröffentlichen. Alles, was er dafür tun muss, ist seine Wohnung aufgeben, die Vollzeitbetreuung ihres psychotischen Katers übernehmen und, sollte sich Melanies Kinderwunsch erfüllen, den Säugling versorgen. Dann würde sie ihn eventuell auch heiraten. Das ist fair, findet Melanie, auch Sebastian ist von dem Angebot angetan. Seine Freunde Malte und Jakob denken darüber etwas anders. Die Handlung verdichtet sich zu einer Krise mit schnellen und pointierten Dialogen.
Wenn die Fronten des Geschlechterkampfes, inklusive Eifersuchtsattacken, Weinkrämp- fen und Selbstvorwürfen, sich in unübersichtliche Grabenkämpfe auflösen, müssen die Männer Kriegsrat halten. Der Autor Morten Feldmann hat in diesem Stück den klassischen Girls-Talk über Beziehungen, Karriere und sonstige Lebenswichtigkeiten ironisch in die männliche Perspektive übersetzt. Sebastian, Malte, Jakob, drei Männer Mitte dreißig, gesellschaftlich aufgestiegen und zu etwas Ansehen gelangt und im Prinzip durchaus willens, nicht in alte Machopositionen zurückzufallen, sind deshalb noch längst nicht bereit, sich den Frauen einfach so geschlagen zu geben.

Malte ist neben Jakob einer der beiden debattierfreudigen Freunde Sebastians, die humorvollen Schwung in die knifflige Liaison mit seiner Freundin Melanie bringen. Foto: Maiken van Hoogstraaten

Autor: Morten Feldmann
Regie und Spielleitung: Martina Riese
Dramaturgie: Daniela Gerasch
Bühnenbild: Martina Riese, Judith Born
Bühnenbau: Jörn Knaack, Georg Wawerla – Studio 38
Licht-Design: Martin Witzel – Theater Kiel: Opernhaus
Technische Leitung: Maiken van Hoogstraaten
Bildmaterial: Maiken van Hoogstraaten

Für die Aufführungsrechte danken wir der Rowohlt Verlag GmbH
Zum aktuellen Spielplan: Termine + Tickets
Kartentelefon: (0431) 69 69 968

Der Autor Morten Feldmann hat in diesem Stück den klassischen Girls-Talk über Beziehungen, Karriere und sonstige Lebenswichtigkeiten ironisch in die männliche Perspektive übersetzt. Sebastian (Jerzy F. Kosin), Malte Ron Matz, und Jakob (Chistian Ramcke), drei Männer Mitte dreißig, gesellschaftlich aufgestiegen und zu etwas Ansehen gelangt und im Prinzip durchaus willens, nicht in alte Machopositionen zurückzufallen, sind deshalb noch längst nicht bereit, sich den Frauen einfach so geschlagen zu geben. Foto: Maiken van Hoogstraaten


Die Presse schreibt dazu:
Verkehrte Welt in Künstlerkreisen?

Kiel. Wenn Frauen sich in Kleingruppen zusammenfinden, wird endlos geredet. Glaubt man Theater- und Romanautor Morten Feldmann, dann geht es unter Männern ähnlich zu. Männergespräche heißt seine redselige Komödie, die seit ihrer Uraufführung am St. Pauli-Theater auf deutschen Bühnen bestens ankommt. Im Lore & Lay Theater hatte man Lust, mal eine Produktion ausschließlich mit Männern auf die Beine zu stellen, und Feldmanns Dreipersonenstück entsprach den Vorstellungen von Dramaturgin Daniela Gerasch. Unter der Regie von Martina Riese werden die Männergespräche ab morgen im Wasserturm Ravensberg geführt.
Morten Feldmann kennt sich im Thema bestens aus – nicht nur, weil er selbst ein Mann ist. Seit seinem Romandebüt Der perfekte Mann (2004) beschäftigt er sich mit dem modernen Mann, seinen Protagonisten Sebastian zeichnet er im Buch mit viel Ironie als duldsamen Frauenversteher. Einen Sebastian gibt es in Männergespräche auch, doch darin erschöpfen sich die Parallelen zum Roman. Im Stück ist Sebastian Schriftsteller und mit einem ungewöhnlichen Problem konfrontiert: Seine Freundin, die einen Chefposten als Programmchefin in den USA antreten soll, will ihn nicht nur mitnehmen, sie ist sogar bereit, ihn komplett zu finanzieren und seine Bücher zu veröffentlichen. Als Gegenleistung soll er seine Wohnung aufgeben, ihren psychotischen Kater versorgen und – falls ihr Kinderwunsch in Erfüllung geht – für das Baby da sein. Dann würde sie ihn auch heiraten. Klarer Fall von verkehrter Welt also. Verwirrt ob dieser Umkehrung des gängigen Beziehungsmodells hält Sebastian mit zwei Freunden, dem eher gesetzten Galeristen Malte und dem flippigen Künstler Jakob, Kriegsrat.
"In witzigen Dialogen hat Feldmann den klassischen Girls-Talk in die männliche Perspektive übersetzt", sagt Martina Riese, die das Ambiente des Wasserturms in ihre Inszenierung einbezieht und Teile des Zuschauerraums immer wieder zur Bühne macht. Mit dem Zusammenspiel von Jerzy Fabian Kosin (Sebastian), Ron Matz (Malte), Christian Ramcke (Jacob) ist die Regisseurin rundum glücklich. Sie füllen die unterschiedlichen Charaktere der Protagonisten ganz hervorragend aus. Während Matz und Ramcke bereits in früheren Produktionen im Wasserturm dabei waren, ist der Hamburger Schauspieler Jerzy Kosin ein echter Neuzugang. Wie im Lore & Lay Theater üblich, dürfe sich das Publikum, so Riese, auf einen unterhaltsamen Abend einstellen: "leicht, aber nicht flach". Turbulenzen kommen vor allem im zweiten Teil auf, wenn die Konversation der drei Herren durch den kapriziösen Kater aufgemischt wird, mit dem Sebastian schlecht, Künstler Jackb dafür um so besser zurechtkommt. Die Bilder, die jener in einer Ausstellung präsentiert, stammen übrigens von der Kieler Malerin Judith Born, die gemeinsam mit Martina Riese das Bühnenbild gestaltet hat.

Von Sabine Tholund, Kieler Nachrichten vom 30.06.2011

Haben reichlich Diskussionsbedarf: Sebastian (Jerzy Fabian Kosin), Jakob (Christian Ramcke) und Malte (Ron Matz).
Foto: Maiken van Hoogstraaten

Zum aktuellen Spielplan: Termine + Tickets
Kartentelefon: (0431) 69 69 968
Wenn Männer reden...

Kiel. Den klassischen Girls-Talk über Beziehungen, Karriere und sonstige Lebenswichtigkeiten ironisch in die männliche Perspektive übersetzt, das sind Männergespräche. Das Lore & Lay Theater feierte gestern mit der Komödie von Morten Feldmann Premiere[…]
Eigentlich befindet sich der Schriftsteller Sebastian in einer beneidenswerten Lage: Seine Freundin Melanie wird Programmchefin in einem großen Verlag. Sie ist sogar Bereit, ihn nach New York mitzunehmen, komplett zu finanzieren und seine Bücher zu veröffentlichen. Alles, was er dafür tun muss, ist seine Wohnung aufzugeben, die Vollzeitbetreuung ihres psychotischen Katers zu übernehmen und, sollte sich Ihr Kinderwunsch erfüllen, den Säugling zu versorgen. Dann würde sie ihn eventuell auch heiraten.
Sebastian ist von dem Angebot angetan. Seine Freunde Malte und Jakob denken darüber etwas anders, die Handlung verdichtet sich zu einer Krise. "Wir arbeiten mit schnellen und pointierten Dialogen", sagt die Regisseurin und Theaterleiterin Martina Riese, "und einige Szenen werden auch wieder außerhalb der Bühne gespielt, das bietet sich im Wasserturm an."
Der Autor Morten Feldmann hat das Stück angelehnt an einen Girls-Talk – umgewandelt in Männergespräche. Sebastian, Malte, Jakob, drei Männer Mitte dreißig, gesellschaftlich aufgestiegen, zu etwas Ansehen gelangt und im Prinzip durchaus willens, nicht in alte Machopositionen zurückzufallen, sind deshalb noch längst nicht bereit, sich den Frauen einfach so geschlagen zu geben. "Wenn die Fronten des Geschlechterkampfes, inklusive Eifersuchtsattacken, Weinkrämpfen und Selbstvorwürfen, sich in unübersichtliche Grabenkämpfe auflösen, müssen die Männer Kriegsrat halten", schwärmt Martina Riese, "aber alles mit einer gehörigen Portion Humor."

Von Claudia Beylage-Haarmann, Kieler Express vom 02.07.2011

Sebastian und seine Freunde bringen humorvollen Schwung in die knifflige Liaison mit seiner Freundin. Foto: Maiken van Hoogstraaten

Männergespräche im Lore & Lay Theater

Kiel. Kann es sein, dass ein Mann einer Frau hinterherreist, weil die ihm verspricht, ihn als Hausmann durchzufüttern – spätere Heirat nicht ausgeschlossen? Sebastian, Schriftsteller und Liebhaber einer erfolgreichen Verlegerin, sieht sich mit dieser Frage konfrontiert. Und weil er selbst unentschlossen ist, holt er sich Rat bei seinen zwei besten Freunden. Für und Wider der weitreichenden Entscheidung wird ausführlich diskutiert in Morten Feldmanns Komödie Männergespräche, die Martina Riese für das Lore & Lay Theater im Wasserturm Ravensberg inszeniert hat.
Gemeinsam mit Judith Born hat sie der Bühne ein cooles Mobiliar verpasst, das im Cafe genauso denkbar wäre wie in einer Künstlerwohnung. Zwischen diesen beiden Spielorten pendelt die Inszenierung, deren debattierfreudigen Protagonisten in unterschiedlicher Zusammenstellung meist zu zweit in Erscheinung treten.
Zunächst sehen wir Malte und Jakob – ein ungleiches Duo. Malte ist Galerist und irgendwie Macho, ein arrivierter Typ in lässigem Outfit, für den Sebastians Umzug nicht weniger bedeuten würde als der Ausverkauf traditioneller Männerprivilegien. Jakob sieht die ganze Sache gelassener. In einem Overall voller Farbkleckse überdeutlich als Künstler ausgestellt, ist er seinem schlunzigen Äußeren zum Trotz fast ein Pragmatiker. Ein Leben an der Seite einer erfolgreichen Frau – ein sechser im Lotto. Mit reichlich Körpereinsatz gibt ein komödiantisch bestens aufgelegter Christian Ramcke den Maler als Faxenmacher, turnt wie ein Kind auf den Sesseln herum und übt sich erfolgreich im akrobatischen Erdnussessen.
Seine kleinen, wie beiläufig eingestreuten Aktionen kommen beim Publikum gut an, lenken sie doch wunderbar von den intellektuell verbrämten Tiraden ab, in denen Malte (Ron Matz) sich mit erstaunlicher Inbrunst über die neue Dominanz der Frauen echauffiert
[…] Nur gut, dass es den neurotischen Kater gibt. Dem sicheren Pointenlieferanten schenkt die Regisseurin besondere Aufmerksamkeit, wenn sie aus dem Off ein raubtierhaftes Kreischen und Fauchen einspielt, das einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Sebastian, von Jerzy Fabian Kosin glänzend als ehrpusseliger Biedermann mit Tendenz zum Spießertum karikiert, kann das verwöhnte Katzentier seiner Freundin nicht leiden. Die Abneigung beruht auf Gegenseitigkeit. Entsprechend gezaust und zerfleddert wankt der Schriftsteller nach einem Fütterungsversuch auf die Bühne – Lacher garantiert. So geht der Abend mit kleinen komischen Höhepunkten dahin. Nicht brillant, aber solide unterhalten, macht sich am Ende ein zufriedenes Premierenpublikum auf den Heimweg.

Von Sabine Tholund, Kieler Nachrichten vom 04.07.2011

Debattierfreudiger Freundeskreis: (von links) Malte (Ron Matz), Sebastian (Jerzy Fabian Kosin) und Jakob (Christian Ramcke).
Foto: Maiken van Hoogstraaten

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Kartentelefon: (0431) 69 69 968

Der Autor
Morten Feldmann

Der 1967 in Hannover geborene, studierte Publizistik Morten Feldmann, arbeitete anfangs bei Film und Fernsehen als Ton-, Regie- und Redaktionsassistent. Neben einigen Drehbüchern schrieb er vor allem Kurzprosa und arbeitete gelegentlich als Dialog- und Scriptdoctor. 2001 übersiedelte er in die USA, wo er seither in der Nähe von Los Angeles lebt. 2004 erschien im Antje Kunstmann Verlag sein erster Roman Der perfekte Mann. Mit Männergespräche habe ich den klassischen Girls-Talk über Beziehungen, Karriere und sonstige Lebenswichtigkeiten ironisch in die männliche Perspektive übersetzt, sagt Morten Feldmann.


Die Darsteller
Jerzy Fabian Kosin

Der ausgebildete Schauspieler Jerzy Fabian Kosin wurde in Hamburg geboren und wuchs in der Schweiz auf. Seit 1995 führte ihn seine Tätigkeit als Schauspieler und Musik- theaterdarsteller von Hamburg nach Nürnberg, Rostock, Essen, und Pforzheim.
Zuletzt war er in Top Dogs im Theater in der Basilika in Hamburg und als Octavius in Julius Cäsar auf Tournee mit dem Hamburger Theater Greve zu sehen. Gastrollen im Fernsehen, das Lesen von Hörbüchern und vor allem das Singen in seiner eigenen Band The UpSurders, ergänzen seine künstlerische Tätigkeiten.

"Zunächst bin ich von der ungewöhnlichen Spielstätte fasziniert und freue mich auf die Zusammenarbeit mit den Kollegen in den nächsten Monaten", sagt Jerzy Fabian Kosin.

Ron Matz

Die Lebensgeschichte von Ron Matz, dem ehemaligen Körpertrainer von Jodie Foster, ist redlich bemüht, sich einer dezenten Kurzbeschreibung zu entziehen. Er studierte die Schauspielkunst am Lee-Strasberg-College in Los Angeles und wirkte zudem in 60 Film- und Fernsehproduktionen mit, darunter einigen bekannten US-Serien, wie zum Beispiel L.A. Law und vielen namhaften deutschen Produktionen, unter anderem im Tatort. Auch in 26 TV-Spots kann man Ron Matz wieder erkennen.
Theaterauftritte führten ihn bisher von Allentown, Pennsylvania und Chicago, über Hollywood und das Hamburger Thalia bis ins Oldenburgische Staatstheater. Neben seiner Tätigkeit für Film und Fernsehen verlieh er seine Stimme über 30 Mal an führende Synchronstudios, dazu kommen noch 18 Hörbücher und Games wie World of Warcraft.
www.ronmatz.com

"Schon wieder zieht es mich von Hamburg nach Kiel", sagt Ron Matz und freut sich nach dem Mörderkarussell bereits auf seine neue Rolle in der nächsten Beziehungskomödie des Lore & Lay Theaters.

Christian Ramcke

Christian Ramcke steht seit seinem vierzehnten Lebensjahr auf der Bühne und hat seine Ausbildung an der Kieler Schauspielschule mit dem staatlich anerkannten Abschluss absolviert. Nach einigen Rollen im Schauspielhaus des Theater Kiel trat Christian Ramcke in verschiedenen Gastrollen im Kieler Werftparktheater und im Polnischen Theater Kiel auf. Neben einer Tanz- und Gesangsausbildung, verhalf ihm das Camera Acting 2007 und 2008 zu Rollen in mehreren Kurzfilmen.
Seit 2008 ist Christian Ramcke vom Lore & Lay Theater engagiert. Nach dem Neurotiker Allen Felix in Spiel's nochmal, Sam, von Woody Allen, übernahm er in der Krimikomödie Mörderkarussell die Rolle eines findigen und begehrenswerten Liebhabers und in Schnüffler, Sex und schöne Frauen spielte er in der Hauptrolle den Privatdetektiv Phil Dick. Auch in den Inszenierungen Männergespräche, Nest für einen Star und Morde deinen Nächsten, ist Christian Ramcke dabei.
www.christian-ramcke.de

"Auch in meiner neuesten Rolle im Lore & Lay Theater, gibt es immer wieder neue Facetten, mit denen ich das Publikum des Kieler Wasserturms überraschen kann", sagt Christian Ramcke.


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