Den Wasserturm erleben
Tickets auch per Post und als
Geschenkgutschein!
Mitglied im Landeskulturverband
Schleswig-Holstein e.V.
Tickets Programm Newsletter-Abo Home
Theater aus Leidenschaft
Schnüffler, Sex und schöne Frauen (Phil Noir)
Startseite Spielplan Spielstätte Theaterleitung Kasse Service & Kontakt

Detektivkomödie im Stil des Film Noir
Spiel mit Déjà-vus in der Kieler Pumpe

Der Privatdetektiv Phil Dick, gespielt von Christian Ramcke, ist ein kaltschnäuziger Schnüffler, ein typischer Privatdetektiv à la Philip Marlowe. Natürlich trinkt und raucht er viel und zeigt sich auch sonst wenig zimperlich. Eines Morgens taucht eine geheimnisvolle Schönheit, gespielt von Martina Riese, in Dicks Büro auf. Bei dem Versuch, ihm Lügengeschichten anzudrehen, scheitert sie jedoch an seiner Menschenkenntnis. Es dauert nicht lange, da taucht schon die erste Leiche auf. Schnüffler, Sex und schöne Frauen ist eine Detektiv-Komödie, wie aus der Schwarzen Serie (Film noir). Natürlich sind auch brutale Cops und stinkreiche Männer mit von der Partie, die alle ausdruckstark variiert und in sehr ansprechender Spielweise von Aljoscha Riese dargestellt werden.
Die Suche nach dem Täter ist Nebensache. Viel wichtiger ist, wie Phil Dick die Welt betrachtet: Sehr nüchtern und immer ohne Umschweife direkt zur Sache, aber mit Verständnis für Menschen und ihre Schicksale. Er rächt nicht, er stellt fest. Er bringt vielleicht etwas Ordnung in diese Welt, aber nur um den Preis, selbst das Opfer dieser Welt zu sein. Das alles bringt einen ganz besonderen Theaterabend, an dessen Schluss die Worte fallen: „Ich will einen Drink – nur die Toten kennen die Wahrheit. Aber sie verraten sie nicht!“ In der ideal passenden Atmosphäre des Kieler Kultur- und Veranstaltungszentrums Pumpe, erfahren Sie die Wahrheit.
"Wie im Kieler Wasserturm nutzen die Akteure bei dieser Inszenierung für die Aufführung den Raum außerhalb des Bühnenbereiches. Dazu müssen Lichtdesign und Projektionen nicht einmal besonders an die Begebenheiten der Spielstätte angepasst werden", sagt Martin Witzel, Beleuchtungsmeister der Kieler Oper. "Das meiste kann fast 1:1 aus dem Wasserturm übernommen werden."

In dem bisher besten Werk des Autors Tony Dunham ist der Privatdetektiv Phil Dick (Christian Ramcke) ein kaltschnäuziger Schnüffler. Einer von der Sorte, die ihre Whiskeyflaschen im Aktenschrank verstecken und sich auch sonst wenig zimperlich zeigen.
Foto Josephine Hamann

Autor: Tony Dunham
Übersetzung und deutsche Bearbeitung: Jan Bergrath
Regie: Daniela Gerasch
Dramaturgie und Co-Regie: Martina Riese
Bühnenbild: Daniela Gerasch
Spielleitung: Martina Riese
Bühnenbau: Frank Koch und Peter Hoppe
Audio- und Videobearbeitung : Josephine Hamann
Tontechnik: Josephine Hamann
Licht-Design: Martin Witzel – Theater Kiel: Opernhaus
Technische Leitung: Maiken van Hoogstraaten, Michael Thies
Bildmaterial: Josephine Hamann, Bevis M. Nickel

Für die Aufführungsrechte danken wir dem Verlag deutscher
Bühnenschriftsteller und Bühnenkomponisten GmbH

Eines Morgens taucht bei Privatdetektiv Phil Dick eine geheimnisvolle, von Martina Riese gespielte Schönheit auf. Bei der Suche nach einem wichtigen Gegenstand werden beide von gierigen Gangstern verfolgt. Treffende Dialoge und überstürzende Ereignisse – beim Spiel ist die volle Konzentrationsfähigkeit der Akteure gefordert. Fotos und Bildbearbeitung: Josephine Hamann


Die Presse schreibt dazu:
Klugscheißer und Kriminelle

Das Lore & Lay Theater punktete auch in der Pumpe mit der Krimi-Komödie Schnüffler, Sex und schöne Frauen
Kiel. Das Setting ist bekannt. Versoffener Detektiv hängt am Schreibtisch: "Es war einer dieser Tage..." Immer wieder wird sich die Bürotür öffnen und skurrile Gestalten den Mann am flüssigen "Frühstücken" hindern. Die Whiskyflaschen lagern im Aktenschrank, die Füße auf dem Tisch und die Sprüche purzeln aus dem Mund wie Bleikugeln, stehen dann kurz in der Luft und zerplatzen wie Seifenblasen.
Zur Wiederaufnahmepremiere der Detektivkomödie Schnüffler, Sex und schöne Frauen von Toni Dunham ist das Lore & Lay Theater vom Wasserturm in die Pumpe gezogen und gut aufgehoben. Im voll besetzten Saal, dessen Kinoleinwand ins Spiel integriert wird, zieht das Trio Martina Riese, Christian Ramcke und Aljoscha Riese bewährte Register zwischen Boulevard-Klischee und Hollywood-Parodie. Die verrückte Handlung ist Nebensache, hier dominieren Gesten, Macho-Sprüche und Frauengehabe des Film noir. Was nach Karikatur schreit. Und Erwartungen weckt. Mit gefilmten Vorspann und gespielter Rückblende beginnt eine deutlich an Tote tragen Karos orientierte Persiflage: theatralische Überzeichnung, das In-die und Aus-der- Rolle fallen mit allen selbstgefälligen oder peinliche Pannen. Hier wird ein Spiel ein Spiel um Lüge, Identität und Intrigen gegeben.
Martina Riese wirft sich unter die Blondinenperücke als "überstimulierte" Unbekannte in der Rolle der "schönen Frau", die den Tod ihres Mannes aufklären lassen will, trippelt im roten Rock exaltiert und routiniert auf Pumps, zupft an Handschuhen, zerrt an Kopftüchern, zieht Schnuten und gewährt als verzweifelte Verführerin allerlei Ein- und Anblicke, um den widerständigen Schnüffler Phil rumzukriegen. "Der Name ist Dick", kontert Christian Ramcke mit schlüpfrigem Running Gag, agiert breitbeinig in zu großen Hosen, gestikuliert mit Whiskyglas und eine Hand in der Hosentasche, stets vor Schlägen auf der Hut, die zahlreich verteilt werden.
Aljoscha Riese ist als halbseidener Mister Syracuse als Lieutenant O'Balham und dem bösen adipösen Mafioso Mr. Grossmann dreifach dran, stimmlich verhalten, körperlich souverän. Unter der Regie von Daniela Gerasch gelingt das Timing der Posen aus schlüpfriger Schlampe und sarkastischen Klugscheißern. Das Spiel mit der Rolle in der Rolle die intrigenbedingt zur Selbsterhaltung oder gar -findung, aber eben auch zur Unterhaltung vonnöten ist, ist hier auch die doppelte und buchstäblich doppelbödige Herausforderung. Manchmal aber ist der Grat zwischen Text und Drüberstehen, Lust am schlichten Boulevard nicht zu erkennen. Spaß macht es dennoch, oben wie unten.

Von Almut Behl, Kieler Nachrichten vom 23.03.2013.

Wo Rauch ist, ist auch Feuer. Aljoscha Riese, Martina Riese und Chistian Ramcke stecken in einer brenzligen Lage. Foto: Josephine Hamann

Zeitsprünge eines privaten Schnüfflers

Kiel – Er raucht zu viel und er trinkt noch mehr, er philosophiert übers Leben und die Toten und ist obendrein ein kaltschnäuziger Schnüffler: Privatdetektiv Phil Dick. Mit der Detektiv-Komödie Schnüffler, Sex und schöne Frauen wagt sich das Lore & Lay Theater am Wasserturm über die Grenzen des üblichen Theaters hinaus. „Es ist ein Experiment. Ich hoffe, ein gelungenes“, sagt Regisseurin Daniela Gerasch über das Stück auf der Textvorlage von Tony Dunham, mit dem sie Elemente der Schwarzen Serie, des Film noir, spielerisch aufnehmen und befragen will. Die Linearität soll aufgebrochen, Zeitsprünge und Rückblenden sollen eingebunden werden. Hauptdarsteller Christian Ramcke übernimmt den reflexiven Part, wirft als Detektiv mit guter Menschenkenntnis nüchtern einen Blick aufs Geschehen, auf Menschen und ihre Schicksale.
Die besondere Herausforderung der Inszenierung liegt in pointierten Spiel mit Klischees. „Gib dem Affen Zucker“, sagt Gerasch und muss im Voraus über die überspitzten, klassischen Charaktere lachen: Eine namenlose schöne Frau, gespielt von Martina Riese, stinkreiche Männer ebenso wie brutale Cops. Christian Eldagsen, neu im Team, darf changierend gleich drei Rollen spielen: „Man kann sich in jede der Rollen richtig hineinbegeben, es sind, auch äußerlich, klar getrennte Typen, die ich spiele.“ Im knappsten Fall bleiben ihm drei Minuten, um die Kleidung zu wechseln. „Übungssache“, sagt der Mann mit drei Gesichtern, der einen Theaterabend der skurrilen Begegnungen erwartet. „Es gibt keinen moralischen Zeigefinger, wir wollen nicht belehren“, ergänzt Ramcke. Nicht belehren, aber den Film noir dann doch ein wenig auf die Schippe nehmen wollen sie. Unterhaltsam, heiter und spannend soll der Abend werden, an dem der Privatdetektiv fast das letzte Wort behält: „Ich will einen Drink – nur die Toten kennen die Wahrheit. Aber sie verraten sie nicht.“

Von Anne Spielmeyer, Kieler Nachrichten vom 30.04.2010.

Heikle Situation: Martina Riese und Christian Ramcke vom Lore & Lay Theater auf der Suche nach einem wichtigen Gegenstand, für den sogar Morde begangen werden. Inspiriert vom Stil des des Film Noir mit einer Prise Sin-City, ist Daniela Gerasch eine unterhaltsame, spannende und heitere Inszenierung gelungen. Foto: Bevis M. Nickel

Spiel mit den Klischees

Kiel – Mit einem tiefen Griff in die Klischeekiste zieht das Lore & Lay Theater mit Tony Dunhams Schnüffler, Sex und Schöne Frauen [...] das Detektiv-Genre mächtig durch den Kakau. Ganz im Stil des Film noir – ermittelt Privatdetektiv Phil Dick (Christian Ramcke) im Wasserturm. Die Ähnlichkeit zum Klassiker Philipp Marlowe ist nicht zu verhehlen und geht weit über den Vornamen hinaus. Natürlich raucht er viel und greift auch oft zum Glas mit hochprozentigem. Seine Sprüche sind markig, und Zimperlichkeit ist ein Fremdwort für ihn.
Um dem Klischee endgültig gerecht zu werden, taucht am Morgen eine schöne Frau (Martina Riese) in seinem Büro auf. Mit ihren Lügengeschichten scheitert sie schnell an Dicks Menschenkenntnis. Auch die erste Leiche lässt nicht lange auf sich warten, und natürlich spielen brutale Cops und stinkreiche Männer ihre Rollen. Ihnen wird von dem Hamburger Schauspieler Christian Eldagsen, der für diese Produktion zusätzlich engagiert wurde, Leben eingehaucht.
"Es ist das Spiel mit den Klischees, da kann man einfach aus dem Vollen schöpfen", sagt Regisseurin Daniela Gerasch. Das hätte sich immer wieder bei den Proben gezeigt. Ganz nach dem Motto gib dem Affen Zucker und eins geht immer noch, hätte sich die Komödie entwickelt, die den Theaterbesucher zwei Stunden in die Welt der 40er- und 50er- Jahre entführt. Die Handlung sei am Ende gar nicht mehr so wichtig , sie umfasse in der Gegenwart nur einen einzigen Tag, an dessen Ende der Satz "Ich will einen Drink – die Wahrheit kennen nur die Toten" fällt.
Wie im Film noir, arbeitet auch das Stück vorwiegend mit Rückblenden. "Damit haben wir uns ein wenig über die Grenzen des Theaters hinausgewagt", sagt Gerasch. Denn eigentlich sei doch der Erzähler im Theater eine Unperson. Phil Dick übernimmt diese Rolle und ist Vermittler zwischen den Zeitebenen. Immer wieder kommt er ohne Umschweife zur Sache. Betrachtet die Welt zwar hochprozentig, aber nüchtern
– zeigt dabei Verständnis für die Menschen und ihre Schicksale. Um dem Genre gerecht zu werden, bringt er zwar Ordnung in die Welt, ist aber auch ihr Opfer. Er rächt nicht, er stellt fest.
"Wir wollen mit dem Stück nicht die Welt verändern, sondern einfach gut unterhalten", erklärt Ramcke. Das Philosophieren sei dabei Dick überlassen. Den erhobenen Zeigefinger gebe es nicht. Das Stück sei heiter, spielerisch und spannend. Und
– das fügt er nicht ohne ein schelmisches Lachen hinzu – "natürlich einfach gut".

Von Sven Jansen, Kieler Express vom 05.05.2010.

Der trinkende Privatdetektiv Phil Dick (Christian Ramcke) oder der brutale Cop (Aljoscha Riese), gehören ebenso zum Klischee dieser gelungenen Inszenierung, wie die schöne Frau (Martina Riese) blond, langbeinig und mit dem gewissen Augenaufschlag. Foto: Josephine Hamann


Repertoire und die Produktionen im Rückblick
Die Frau seines Lebens Mit dem Finger am Abzug Männer, Frauen, Katastrophen Dinner for One – Wie alles begann
Morde deinen Nächsten Schnüffler, Sex schöne Frauen Mörderkarussell Spiel's nochmal, Sam
Traumfrau verzweifelt gesucht Shirley Valentine Nest für einen Star Der letzte der feurigen Liebhaber
Schlaflos Frühstück bei Kellermanns Gatte gegrillt Zwei wie Bonnie und Clyde
Dietrich und Leander Loriot Männergespräche So ein Theater
Tickets Programm Impressum Newsletter-Abo Home
Zum Seitenanfang
Diese Seite ist urheberrechtlich geschützt. © Martina Riese 1998 – 2016
Lore & Lay Theater ® ist eine eingetragene und geschützte Marke.
Sie befinden sich hier: Schnüffler ,Sex und schöne Frauen

CO2 –frei: Der STRATO-Server dieser Internetseiten wird mit 100% Naturenergie
aus Wasserkraft betrieben.
Temperamentvoll und temporeich
Mit dem Finger am Abzug
Ein schrulliger Schrifsteller und ein erfolgloser Bankräuber treffen aufeinander. Eine einsame Hütte dient als Zuflucht und die beiden sind nun auf Gedeih und Verderb miteinander verbunden. mehr...